Trocknung von nicht hygroskopischen und hygroskopischen Kunststoffen

Trocknung von nicht hygroskopischen und hygroskopischen Kunststoffen

Trocknung von nicht hygroskopischen und hygroskopischen Kunststoffen

Die Trocknung von nicht hygroskopischen Kunststoffen wie Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol oder PVC erfordert andere Trockner mit anderen Prinzipien als hygroskopische Kunststoffe wie Nylon, ABS, PET, PBT und PU. Letztendlich werden beide Arten von Kunststoffen getrocknet, um die Feuchtigkeit loszuwerden und einen negativen Einfluss auf die Qualität des Endprodukts zu vermeiden. Zunächst wird der Unterschied zwischen nicht hygroskopischen und hygroskopischen Materialien erklärt. Dann werden wir wichtige Faktoren für die Trocknung hygroskopischer Materialien besprechen.

Nicht hygroskopische Kunststoffe 

Nicht hygroskopische Kunststoffe haben keine Affinität zu Feuchtigkeit. Die von den nicht hygroskopischen Kunststoffen aufgenommene Feuchtigkeit wird an der Oberfläche des Granulats absorbiert und wird oft durch Kondensation verursacht. Da sich die Feuchtigkeit an der Oberfläche des Granulats befindet, ist eine Trocknung mit einem über das Material strömenden Heißluftstrom ausreichend. Viele Heißlufttrockner können für diesen Prozess verwendet werden.

Hygroskopische Kunststoffe

Hygroskopische Kunststoffe sind jedoch völlig anders. Während nicht hygroskopische Materialien keine Affinität zu Feuchtigkeit haben, haben hygroskopische Materialien eine starke Affinität zu Feuchtigkeit. Die Feuchtigkeit wird nicht an der Oberfläche des Materials absorbiert, sondern das Material nimmt die Feuchtigkeit in seine Molekularstruktur auf. Daher reicht ein Warmluftstrom, der durch das Material strömt, nicht aus, um das Material zu trocknen. Anstelle eines Heißlufttrockners ist ein Trockenlufttrockner erforderlich. Trockene Luft ist Luft, die so behandelt wurde, dass sie weniger feucht ist als normale atmosphärische Luft. Im Allgemeinen gibt es 3 Arten von Trockenlufttrocknern:

Drucklufttrockner

Dieser Trocknertyp verwendet Druckluft, um einen sehr stabilen Taupunkt zu erzeugen. In der Tat ist es eine sehr gute Möglichkeit, Materialien zu trocknen. Sie verbraucht jedoch viel Druckluft, deren Herstellung für kunststoffverarbeitende Betriebe oft recht teuer ist.

Trockenmittel-Turmtrockner

Diese Trocknertypen verwenden oft eine Trocknungseinheit mit zwei Trockenmittelbehältern in Reihe. Der erste Turm mit Trockenmittel erzeugt entfeuchtete Luft, die in den Trichter mit dem hygroskopischen Material fließt. Die dann gesättigte trockene Luft strömt zurück in den Trockenmittelbehälter, wo sie erneut entfeuchtet wird. Wenn das Trockenmittel gesättigt ist, wird der trockene Luftstrom in einen frischen Trockenmittelturm umgeleitet und der vorherige Behälter wird regeneriert. Vorteile solcher Systeme sind, dass mehrere Trichter an eine Trocknungseinheit angeschlossen werden können und dass die Betriebskosten im Vergleich zu Drucklufttrocknern geringer sind und der Anschaffungspreis im Vergleich zu Wabentrocknern niedriger ist. Ein großer Nachteil ist, dass es zu Verunreinigungen vom Trockenmittel zu den hygroskopischen Materialien und, falls mehrere Trichter angeschlossen sind, auch zwischen den hygroskopischen Materialien kommt. Der Taupunkt ist nicht konstant, da der erste Trockenmittelturm allmählich gesättigter wird, bis zu einem bestimmten Taupunkt, nach dem er auf den zweiten Trockenmittelturm umschaltet. Dadurch sinkt der Taupunkt sofort. Daraus ergibt sich eine Taupunktkurve mit einer starken Haifischzahnform. Die Regeneration eines der Behälter erfolgt oft durch hohe Temperaturen und kostet viel Energie.

Honig-Trockenautomaten

Diese Trockner verwenden eine rotierende Scheibe, die Trockenmittel enthält. Die Scheibe rotiert langsam über drei verschiedene Zonen. Die erste Zone ist die Ansaugzone, hier erzeugt das Trockenmittel entfeuchtete Luft, die in einen Behälter eingeblasen wird. Die zweite Zone ist die Regenerationszone, in der das Trockenmittel aufbereitet wird, um mehr entfeuchtete Luft zu produzieren. Die dritte und letzte Zone ist die Kühlzone. Da diese 3 Prozesse gleichzeitig ablaufen, ist der Taupunkt sehr konstant. Außerdem ist die Regenerationstemperatur viel niedriger. Jeder Trichter verfügt über eine eigene Trocknungseinheit ohne Kontaminationsgefahr.

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